Tempel der tausend Säulen

Vor langer Zeit stand ein prächtiger Tempel auf einem Kliff, 122 Meter über dem Meer. Europäische Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts nannten diesen Schrein den „Tempel der tausend Säulen“.

Wer den Tempel einst erbaute und wie er ursprünglich genannt wurde, davon berichtet eine tamilische Legende: Einst kam ein Hindu-Prinz nach Sri Lanka, da er von den Puranas hörte, dass Gottheiten während eines Streits ein Fragment des heiligen Berges Meru auf die Insel geschleudert hatten. Er suchte den Felsen auf, ließ dort einen Tempel erbauen und widmete ihn der Gottheit Shiva. Der Schrein wurde später unter dem Namen Koneswaram Tempel Trincomalee bekannt.

Als einer der wichtigsten Häfen in der Bucht von Bengalen war Trincomalee schon in frühen Zeiten eine Siedlung indoarisch geprägter Kulturen. Die hiesigen Dynastien waren eng mit dem Tempel verbunden und erhielten seine Pracht über Jahrhunderte hinweg für unzählige Pilger. 1622 zerstörte der portugiesische General Constantine de Saa den Tempel und errichtete aus seinen Steinen die Festung. Innerhalb dieser Festung wurde später ein neuer Tempel errichtet, der bei Hindus und Buddhisten noch heute ein geachteter Pilgerort ist.

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